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Malteser Trier

100 Mitglieder der Malteser Jugend erleben eine etwas andere Nacht

21.04.2012
Malteser Jugend Nacht: Jesus gibt Kraft, Mut und Motivation. - Fotograf: Christine Cüppers
Malteser Jugend Nacht: Jesus gibt Kraft, Mut und Motivation. - Fotograf: Christine Cüppers

Mit Fragen nach dem eigenen Glauben und dessen Bedeutung im Leben beschäftigen sich die Jugendlichen aus dem Bistum Trier, aus Mainz und Speyer.

 

Trier - An was glaube ich wirklich? Und was gibt mir dieser Glaube? Fragen, die eigentlich gar nicht so leicht zu beantworten sind. 100 Mitglieder der Malteser Jugend allerdings hatten keinerlei Probleme, Ihre Antworten zusammenzutragen. In ihrer DEA-Nacht, "Der Etwas Anderen Nacht", befassten sich die Jugendlichen mit dem Thema "Mein Glaube - Dein Glaube - Unser Glaube". Sie sammelten Gedanken, sangen, dankten und sahen einen kurzen Film und wurden zu später Stunde sogar noch richtig kreativ bei verschiedenen Workshops.

"Eingeladen zum Fest des Glaubens" hatten sich Jugendliche hauptsächlich aus dem Bistum Trier, aber auch aus Mainz und Speyer aufgemacht, die traditionelle andere Nacht diesmal im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt zu feiern. In der in leuchtendem Malteser-Rot illuminierten Kirche der Jugend St. Paulus begrüßten Diözesan-Jugendseelsorger Thomas Herrig und der Bundesvorsitzende der Malteser-Jugend, Matthias Struth, die Gäste zu der liturgischen Nacht mit einem etwas anderen Gottesdienst und den anschließenden Angeboten und luden ein zum Nachdenken über den eigenen Glauben und seine Bedeutung im Leben.

Zur Einstimmung wurden die Ergebnisse einer Umfrage unter Trierern gezeigt, die mit den Fragen nach ihrem Glauben und seiner Wirkung konfrontiert worden waren. Nach der Lesung des Evangeliums von der Besänftigung des Sturmes auf dem See Genezareth durch Jesus bebte die Pauluskirche zum Electronic-Beat des Liedes "God is a DJ" und ein kurzer Film zeigte eine mögliche Antwort auf die Frage, was wohl wäre, "wenn Gott ein DJ wäre". Würde er Unfälle verhindern oder immer wieder passieren lassen? Würde er ein Elend vermeiden, um ein neues, noch größeres zu verursachen? Würde er tatsächlich irgendwann kapitulieren angesichts all seiner Aufgaben? "Cool gemacht" und "eine originelle Vorstellung" fanden die Jugendlichen diese etwas andere Darstellung von Gott.

Glaube ja, aber es gibt auch die Zweifel

Was sie selber glauben und warum, das trugen sie in Gruppen auf Plakaten zusammen. "Klar glauben wir an Gott!", betonten dabei Bianca, Leonie, Judith und Melina von der Malteser-Jugend Konz-Oberemmel. Ihre Freundinnen Anna-Sophia, Julia, Christina und Hannah ergänzten, dass sie außerdem an Glück und Schicksale, Liebe, Vertrauen und Hoffnung sowie an Freundschaft und ihre Gruppengemeinschaft glauben. Auch bei der Frage, was ihnen denn dieser Glaube gibt, war sich die Runde der jungen Frauen schnell einig. Mut und Selbstvertrauen schöpfen sie aus dem Glauben. Ebenso wie Hoffnung, Kraft und die Motivation, auch bei Schwierigkeiten weiter zu machen. Gott, so stellten sie übereinstimmend fest, spiele eine wichtige Rolle in ihrem Leben, weil er Kraft gebe.

Weniger ausführlich, dafür aber inhaltlich fast identisch fielen die Antworten bei einer Gruppe von Jungs aus Lebach aus. "Der Glaube ist schließlich auch eine der fünf Säulen der Malteser", betonte der 13-jährige Tim und erntete als Neuling in der Truppe anerkennendes Nicken seiner älteren Kollegen. Außerdem seien sie ja alle aktive oder ehemalige Messdiener. Schon deshalb bedeute der Glaube in ihrem Leben sehr viel, berichteten Stefan, David, Karl-Manfred und Justus. "Trotzdem gibt es öfter mal Zweifel, ob sich alles, was Grundlage des Glaubens ist, wirklich so zugetragen haben kann, wie es in der Bibel steht", gaben die jungen Malteser zu.

Ihren Abschluss fand die DEA-Nacht im Übernachtungsquartier der jungen Malteser, im Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasium. Dort gab es neben stärkenden Crepes und Getränken auch verschiedene Workshopangebote, in denen die Überlegungen zur Frage nach dem eigenen Glauben vertieft werden konnten. Beim Gestalten von Masken zum Thema "Welches Gesicht gebe ich dem Glauben?", dem Bauen einer eigenen Kirche und einer Rätsel- und Diskussionsrunde zum "Globalen Malteserglauben" sowie in vielen Gesprächen in großen und kleinen Runden gestalteten die Jugendlichen ihre etwas andere interessante Nacht.

Weitere Informationen

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