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Malteser Trier

Malteser nach Brand im Notquartier

Nach einem Feuer ist die Rettungswache des Malteser Hilfsdiensts in Welschbillig wohl auf Monate nicht nutzbar. Nun wird nach einer neuen Bleibe für die Retter gesucht, die jährlich rund 3500 Mal ausrücken.

24.04.2014
Brand in der Rettungswache Welschbillig - verletzt wurde Gott sei Dank niemand.

Welschbillig. Es kommt oft vor, dass neben der Feuerwehr auch Rettungssanitäter zu Brandeinsätzen gerufen werden. In der Nacht auf Donnerstag war die Wache der Malteser in Welschbillig selbst Schauplatz eines Großeinsatzes. Das Gebäude hat gebrannt.

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei brach das Feuer offensichtlich in einem Archiv aus, das im Dachgeschoss eingerichtet war. Ein technischer Defekt in der Elektroinstallation soll das Feuer ausgelöst und dort gelagerte Ordner in Brand gesteckt haben, teilt die Polizei mit. Ein Anwohner hatte gegen 2.20 Uhr den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Laut Polizei Schweich hielten sich die diensthabenden Sanitäter in einem Ruheraum auf.Nach Auskunft von Rettungswacheleiter Stefan Heiseler gelang es den unverletzt gebliebenen Sanitätern, die beiden in der Garage im Haus untergestellten Einsatzfahrzeuge zu retten. Den Freiwilligen Feuerwehren aus Welschbillig, Ittel, Hofweiler, Möhn, Kordel und Schweich gelan es, den Brand zu löschen und ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern. Doch nach Auskunft Heiselers ist die Rettungswache nicht mehr nutzbar. Das Feuer hat Ober- und Dachgeschoss zerstört, das Löschwasser das Haus in Mitleidenschaft gezogen.

Umzug in Container.

"Es wird wohl mehrere Monate dauern, bis die Wache wieder benutzt werden kann", sagt Werner Olk. Er ist Ortsbürgermeister von Welschbillig und Ortsbeauftragter des Malteser Hilfsdiensts. Derzeit sei angedacht, für die Zeit bis zum Wiedereinzug in das seit 1995 als Rettungswache genutzte Haus Container aufzustellen, um den Betrieb der Wache fortführen zu können. Aktuell haben die Malteser eine Mietwohnung im Ortsteil Träg bezogen. "Doch das ist nichts auf Dauer", sagt Heiseler.Eine zeitweilige Schließung der Wache ist trotz der Raumnot kein Thema. Pro Jahr sind die Sanitäter aus Welschbillig rund 3500 Mal unterwegs. Ihr Einsatzgebiet umfasst einen Bereich zwischen Bitburg im Norden und der Trierer Stadtgrenze. Mehrere Kilometer der viel befahrenen B 51 fallen in den Zuständigkeitsbereich der Welschbilliger.Rettungswacheleiter Heiseler geht davon aus, dass trotz des derzeitigen Notquartiers der Betrieb weiter läuft wie bisher. Er bittet jedoch dringend, in Notfällen den Rettungsdienst über die Telefonnummer 112 zu alarmieren."Gerade ältere Bürger haben uns auch schon über das Telefon in der Wache angerufen", erklärt Heiseler. Doch dieser Telefonapparat ist derzeit vermutlich nicht viel mehr als ein halbgeschmolzener Haufen Plastik und Metall.

Bilder und Text: www.volksfreund.de

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