Navigation
Malteser Trier

Malteser, Rotes Kreuz und Johanniter sind gemeinsam im Einsatz

28.04.2012
Im Einsatz für die Pilgerinnen und Pilger: die Sanitäter Judith Follmann, Jeremy Amand und Milena Bickel (von links).
Im Einsatz für die Pilgerinnen und Pilger: die Sanitäter Judith Follmann, Jeremy Amand und Milena Bickel (von links).

Trier - Wo täglich tausende Pilger zusammentreffen, kann es jeder Zeit zu kleineren und größeren Verletzungen kommen. Die drei Hilfs- und Rettungsdienste Malteser, Deutsches Rotes Kreuz und Johanniter sind für den Ernstfall gewappnet: Gemeinsam sind sie pro Schicht mit bis zu 60 Ehrenamtlichen im Einsatz, um im Notfall schnell die erste Hilfe leisten zu können. Zu den jüngsten Helfern gehören Milena Bickel (16), Jeremy Amand (17) und Judith Follmann (21). 

Urlaub fürs Ehrenamt 

Der Leitspruch der Heilig-Rock-Wallfahrt "und führe zusammen, was getrennt ist ..." wirkt sich bis auf die Ebene des Sanitätsdienstes aus, für den der Malteser-Diözesanverband Trier verantwortlich ist. Doch um ein so gewaltiges Projekt zu stemmen, haben sich die drei großen Hilfs- und Sanitätsdienste Malteser, Deutsches Rotes Kreuz und Johanniter Unfallhilfe zusammengetan. "Wir sind mit vier festen Stationen und mobilen Einheiten von früh morgens bis spät abends im Einsatz, teilweise mit bis zu 60 Ehrenamtlichen pro Schicht", berichtet Hermann Hurth. Der Konzer ist Gesamt-Einsatzleiter und bereits seit Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen bei den Maltesern tätig, unter anderem als Kreisbeauftragter Trier-Saarburg. Mit seinem Stellvertreter Jürgen Schmitt, ehemaliger Geschäftsführer der Malteser, und einem Team organisiert er die Zusammenarbeit der vielen Helfer. "Alle, auch die Notärzte, sind ehrenamtlich im Einsatz, viele haben sich dafür eigens Urlaub genommen", erklärt Schmitt. Zu gravierenden Vorfällen ist es in den ersten zehn Tagen der Wallfahrt noch nicht gekommen. Meistens behandeln die Sanitäter kleinere Blessuren und Kreislaufprobleme, aber auch schon durch Stürze verursachte Brüche sind vorgekommen. 

Manchmal hilft schon Zuhören 

Zu den jüngeren Helfern gehören Milena Bickel (16), Jeremy Amand (17) und Judith Follmann (21). Milena Bickel aus Birkenfeld geht in die 10. Klasse der Realschule Plus Birkenfeld. Sie ist seit einem Jahr Mitglied der Malteser und will im Herbst eine Ausbildung zur Physiotherapeutin beginnen. Als Jugendliche darf sie noch nicht die Erste Hilfe leisten, aber auch so fallen für sie spannende Aufgaben an: "Ich gehe vor allem an den Wochenenden mit auf Streife und schaue, ob Leute Hilfe brauchen." Meistens sind es Einsätze bei Großereignissen und Festivals, zum Beispiel Rock am Ring. Deutlich friedlicher gehe es bei "Rock im Dom", der Heilig-Rock-Wallfahrt zu. Die Tunika Christi hat sich Milena selbst auch schon angeschaut: "Ich fand es sehr interessant. Mich wundert es, dass sie so gut erhalten ist." Der Kanzemer Jeremy Amand ist ebenfalls seit etwa einem Jahr Mitglied seines Sanitätsdienstes, der Johanniter Unfallhilfe. "Angefangen habe ich als Freiwilliger beim Schulsanitätsdienst am Gymnasium Konz, jetzt bin ich bei der Sondereinheit", berichtet Jeremy. Er hat über Erste-Hilfe-Kurse zu den Johannitern gefunden: "Das hat mich sehr interessiert, vor allem die Tatsache, dass man Menschen helfen kann." Zu seinen Einsatzbereichen gehört nicht nur die Erste Hilfe: "Manchmal gibt es auch Menschen, die einfach jemanden brauchen, um mit ihnen zu reden. Oder man hilft ihnen in vielen Bereichen, und wenn es nur Informationen sind, wo man was finden kann." Den Heiligen Rock zu sehen, fand er spannend: "Es war ganz interessant: die Reliquie und die Reaktion der vielen Menschen, die eigens nach Trier kommen, darauf zu sehen." 

Friedlicher Einsatz, gutes Miteinander 

Judith Follmann aus Speicher ist erst 21 Jahre alt - aber sie ist schon 15 Jahre im Deutschen Roten Kreuz aktiv. "Ich habe im Jugendrotkreuz angefangen und bin dann mit 16 in die Bereitschaft gewechselt", berichtet sie. Während beim Jugendrotkreuz mit Wettbewerben, Veranstaltungen, Ausflügen und Zeltlagern eher der spielerische Zugang zum Sanitätswesen im Vordergrund stand, fährt sie heute mit zu Rockkonzerten, Autorennen oder Sportveranstaltungen. Insgesamt 14 Dienste leistet sie bei der Wallfahrt ab. Ihr bisheriger Eindruck: "Alles ist friedlich, es gibt ein gutes Miteinander mit den anderen Hilfsorganisationen. Da wir auch Sanitätsdienste im Dom machen, bin ich manchmal länger in der Nähe des Heiligen Rocks. Als Katholikin ist das für mich ein besonderes Erlebnis." 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE72370601201201221109  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7